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Ein neues Unternehmen gründen – oder ein bestehendes übernehmen?

Wenn sich die Frage stellt, sich unabhängig zu machen, denkt man meistens daran, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Doch diese Lösung ist nicht so alternativlos. Es existiert noch eine weitere Möglichkeit: ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen. Welche Gründe sprechen für die eine oder andere Lösung und wie soll man sich entscheiden? Gibt es eine einzige richtige Antwort?

Die beiden Varianten unterscheiden sich in wesentlichen Punkten, haben aber auch einiges gemeinsam.

Ein Unternehmen zu gründen heisst, bei Null anzufangen. Alles muss neu geschaffen werden, vom Produkt oder der Dienstleistung bis zu ihrer Vermarktung. In dieser Situation ist der neue Betrieb häufig sozusagen eine Erweiterung des Gründers, was das Know-How, die Organisation, die Ideen, ja sogar den Wert des Betriebs anbelangt. Auf der anderen Seite ist die Marktpräsenz des Unternehmens häufig eingeschränkt. Die Voraussagen und Erfolgsaussichten basieren meistens auf einer Marktanalyse, im Laufe derer die Situation evaluiert wird. Die Unsicherheit in Hinsicht auf die Realisierung der Erfolgschancen ist also nicht zu unterschätzen und kann gewisse Finanzierungsquellen einschränken.

Ein Unternehmen zu übernehmen erlaubt es, vom schon Existierenden auszugehen und diesem neue Ideen und eine neue Dynamik einzuhauchen. Die Voraussagen sind einfacher zu machen aufgrund der bestehenden Unternehmensgeschichte. Das Risiko für den Unternehmer und mögliche Investoren ist also geringer, sofern die bestehende Geschäftstätigkeit weitergeführt wird. Das geringere Risiko kommt jedoch zum Preis einer Investition, die notwendig ist, um ins Geschäft einzusteigen. Diese ist oft bedeutend, denn eine gesundes Unternehmen hat seinen Preis. Auf der anderen Seite bestehen jedoch auch zahlreiche mögliche Finanzierungsquellen. Das Risiko liegt meistens in den versteckten Mängeln – es ist deshalb von höchster Bedeutung, das betreffende Unternehmen gut zu analysieren.

Trotz dieser bedeutenden Unterschiede muss der zukünftige Unternehmensleiter in beiden Fällen mit der Unsicherheit umgehen können, sowie die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, Innovationskraft, Verantwortungfähigkeit gegenüber seinen Partner und Angestellten, Wettbewerbsfähigkeit usw. mit sich bringen. Diese Aufzählung ist nicht komplett, aber die Gemeinsamkeit lässt sich auf einen Punkt bringen: die Funktion des Unternehmensleiters.

Schlussendlich hängt die Entscheidung für die eine oder andere Lösung häufig von den bestehenden Möglchkeiten ab, aber auch von den unternehmerischen Fähigkeiten und Sensibilitäten. Egal, welche Entscheidung getroffen wird: Es ist wichtig, von kompetenten Personen umgeben zu sein und professionellen Rat zu suchen.

Cécile Enjolras, responsable de projet, Promove : +41 21 943 48 48 | Email | LinkedIn